Rotorua ist einer dieser Orte, die man nicht vergisst – und das schon beim ersten Atemzug. Oft liegt ein deutlicher Geruch von faulen Eiern in der Luft, verursacht durch den Schwefel, der aus der Erde aufsteigt. Doch wer sich davon nicht abschrecken lässt, wird mit einer einzigartigen Landschaft belohnt, die wirkt, als wäre sie direkt aus einer anderen Welt.
Die Region rund um Rotorua ist stark von geothermischer Aktivität geprägt: brodelnde Schlammlöcher, dampfende Geysire und farbenprächtige Thermalquellen bestimmen das Bild. Die intensiven Farben – von leuchtendem Orange über sattes Grün bis hin zu tiefem Blau – entstehen durch Mineralien im Schlamm und Wasser und machen jeden Spaziergang zu einem kleinen Naturwunder. Viele der heißen Quellen und Schlammbäder gelten zudem als heilend und werden seit Jahrhunderten zur Entspannung und für die Gesundheit genutzt.
Neben der beeindruckenden Natur ist Rotorua vor allem ein Zentrum der Māori-Kultur. Sie ist hier allgegenwärtig und tief verwurzelt. Das Land ist reich an alten Legenden, Mythen und Geschichten, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. In und um Rotorua gibt es mehrere traditionelle Māori-Dörfer, die Besuchern einen authentischen Einblick in das Leben, die Bräuche und die Geschichte der Ureinwohner Neuseelands ermöglichen.
Ich selbst habe an einer Tour in einem dieser Dörfer teilgenommen – eine außergewöhnliche und wunderschöne Erfahrung. Die Herzlichkeit, mit der man empfangen wird, der Stolz der Māori, die Traditionen sowie die spannenden Erzählungen über die Bedeutung des Landes haben mich tief beeindruckt. Es war eine Begegnung, die nicht nur informativ, sondern auch sehr berührend war und mir die Kultur der Māori nähergebracht hat. Absolut empfehlenswert für jeden, der Rotorua besucht.
- Neuseeland
- Rotorua, Nordinsel
- Tikitere ist Māori und der ursprüngliche Name von Hell‘s Gate geothermal Park und basiert auf einer Legende















